Gottesdienste

26. November 10:00 Uhr
(Ewigkeitssonntag)
Pfarrerinnen Heike Iber und Heidrun Miehe-Heger
mit Kindergottesdienst
03. Dezember 10:00 Uhr
(1. Advent)
Pfarrerin Heidrun Miehe-Heger
mit Kindergottesdienst

Gemeindebrief

Aktuelle Ausgabe
November

Kirchenmusik

17. Dezember 2017 18.00 Uhr
Jauchzet! Frohlocket!
14. Januar 2018 18.00 Uhr
Orgelkonzert

Baugeschichte der Johanneskirche

(in Anlehnung an Wilfried Reinickes Beschreibung im Kirchen-Jubiläumsheft 1989)

Nachdem 1898 die Petruskirche und 1900 die Pauluskirche eingeweiht worden waren, dauerte es einige Jahre, bis der Standort und die Finanzierug der dritten Großkirche gegeben war. (für die Finanzierung war das Kaiserreich zuständig) Schließlich kam es am Himmelfahrtstag, 1. Mai 1913, zur Grundsteinlegung am Friedrichplatz. In knapp eineinhalb Jahren entstand ein Rundbau unter der künstlerischen Leitung des Architekten Prof. Otto Kuhlmann, der in seinem Entwurf eine eindrucksvolle Lösung für das vorgegebene knapp geschnittene Eckgrundstück fand. Der Kostenrahmen von 240.000 Reichsmark, wovon die Kirchengemeinde für den großen Saal im Untergeschoss 40.000 Mark aufzubringen hatte, wurde eingehalten.

Mit Rücksicht auf die Kriegslage wurde die Einweihungsfeier am Reformationstag, 31.Oktober 1914, in "einfacher, würdiger Weise ohne Nachfeier" abgehalten. In der Baubeschreibung, die der Festordnung von 1914 beigegeben war, ist zu lesen:

"Die runde Grundform der Kirche fügt sich vortrefflich in die Baulinien des Lageplanes ein. Das Innere der Kirche bekommt trotz der bescheidenen Größe durch den kreisförmigen Grundriss eine monumentale Wirkung und das einfache Kuppeldach, welches den Raum überdeckt, beherrscht das Gesamtbild des Äußeren. Das große Dach erübrigt einen kostspieligen Turm, der nur die Ruhe des Friedrichsplatzes gestört haben würde. Gekrönt wird das Kuppeldach von einer sogenannten Laterne, in der die Glocken aufgehängt sind. Der Unterbau der Kuppel bekommt durch die Fenster und Pilaster eine strenge rhythmische Gliederung...

Das halbkreisförmige, der Vorhalle vorgelagerte Treppenhaus wird von 2 Säulen flankiert, die von den beiden Reformatoren Luther und Melanchthon bekrönt werden. Das am Treppenhaus befindliche Hauptportal hat als Schmuck den Kopf des Johannes, nach dem die Kirche benannt ist. Zu beiden Seiten desselben sind die Johannes-Worte eingemei´sselt "Gott ist die Liebe"

Die drei Fresken am Eingang des Kirchraums stammen von Ursula Kükenthal (1942), einer Malerin, die der Johannesgemeinde verbunden war. 1964/65 wurde ein großer Umbau durchgeführt: Anstelle der starren Kirchenbänke traten Stühle, deren Aufstellung sich besser dem Raum anpassen ließ. Die neue Schuke-Orgel mit mechanischer Spieltraktur, 2 Manualen und 23 klingenden Registern (verteilt auf Hauptwerk, Rückpositiv und Pedalwerk) wurde nicht mehr über dem Altar sondern auf der Empore gegenüber aufgestellt. Aus akustischen Gründen wurde ein leicht konvex gewölbter Deckel unter der Kuppel angebracht, der zentrale Kronleuchter zerstört und die Darstellung des "Jüngsten Gerichts" von Michael Ell (1947) abgedeckt.

Seither wurden folgende Renovierungen und Änderungen vorgenommen:

1979
Der Kirchraum erhält eine Anlage für Schwerhörige (Infrarot)
1981
Die Johannesgemeinde erwirbt das Altarbild mit Jesus-Geschichten aus einer ökumen. Basisgemeinde in Santiago / Chile (Initiative von Schwester Karoline Mayer)
1990
Renovierung des Innenraums der Kirche, z.T. in den ursprünglichen Farben
1997
Sanierung der Heizungsanlage in der Kirche
2000
Sanierung des Dachs der Kirche
2002
Sanierung des Bodens im Kirchraum
2003
Sanierung der Kirchenfassade