Gottesdienste

26. November 10:00 Uhr
(Ewigkeitssonntag)
Pfarrerinnen Heike Iber und Heidrun Miehe-Heger
mit Kindergottesdienst
03. Dezember 10:00 Uhr
(1. Advent)
Pfarrerin Heidrun Miehe-Heger
mit Kindergottesdienst

Gemeindebrief

Aktuelle Ausgabe
November

Kirchenmusik

17. Dezember 2017 18.00 Uhr
Jauchzet! Frohlocket!
14. Januar 2018 18.00 Uhr
Orgelkonzert

Besuch von Karoline Meyer in der Johannesgemeinde, April 2002

Sabine vom Bruch

"Ich bin Missionarin, Verkünderin der Frohen Botschaft", begann Schwester Karoline ihren Bericht und ging zurück zu ihren Anfängen 1969 in Santiago di Chile. Damals war sie gekommen, um zu predigen. Doch in den Elendsvierteln Santiagos der 70er Jahre war das Predigen nicht vordringlich. "Wie soll ich Kinder und Mütter davon überzeugen, dass Gott sie liebt, wenn sie Hunger leiden und aus ihrer Not keinen Ausweg wissen?" fragte sich die Missionarin und ging an den Aufbau von Kindergärten und Volksküchen. Es folgten Poliklinien und Zentren zur Handwerkerausbildung. Aus einzelnen sozialen Projekten ist inzwischen ein großes Unternehmen geworden. Die Fundacion Cristo Vive ist heute nicht mehr ein nur durch Spenden und Zuschüsse von Hilfsorganisationen getragenes karitatives Projekt, sondern eine große Einrichtung mit mehr als 200 Angestellten und 100 Ehrenamtlichen. Sie betreuen in den "Armenvierteln", die inzwischen meist befestigte Straßen, Kanalisation und Wasser und Strom haben und in denen viele Sozialwohnungen errichtet worden sind, 2.500 Kinder in 15 Kindergärten und in dem modernen Gesundheitszentrum sind 15.000 Patienten eingeschrieben. Was als Untergrundarbeit im Schatten der Diktatur und im Sinne der Befreiungstheologie begonnen hatte, genießt nunmehr staatliche Anerkennung und Förderung und Schwester Karoline ist inzwischen chilenische Staatsbürgerin. Der Elan der inzwischen 59-jährigen "Missionarin" scheint ungebrochen: im noch ärmeren Nachbarland Bolivien hat sie zusammen mit einer befreundeten Ärztin ein Projekt zum Aufbau sozialer und medizinischer Versorgung in Dörfern, Schulen und Gefängnissen in den hohen Bergregionen gegründet. Und immer wieder neu gelingt es ihr, indem sie das Leben der Menschen teilt, sie zu ermutigen, weiter zu geben, was sie selber empfangen haben.