Gottesdienste

26. November 10:00 Uhr
(Ewigkeitssonntag)
Pfarrerinnen Heike Iber und Heidrun Miehe-Heger
mit Kindergottesdienst
03. Dezember 10:00 Uhr
(1. Advent)
Pfarrerin Heidrun Miehe-Heger
mit Kindergottesdienst

Gemeindebrief

Aktuelle Ausgabe
November

Kirchenmusik

17. Dezember 2017 18.00 Uhr
Jauchzet! Frohlocket!
14. Januar 2018 18.00 Uhr
Orgelkonzert

Die Frauen haben wochenlang gemeinsam die vier Evangelien gelesen und miteinander die einzelnen Szenen aus Jesu Leben besprochen, als der Auftrag der Johanneskirche für einen Wandbehang eingetroffen war. Es war die erste Handarbeit in dieser Größe und mit diesem "großen Thema". Sie hatten auch keinen entsprechend großen Tisch, so dass sie zeitweise auf dem Boden arbeiteten in einem Raum des Hauses Casa Martin Luther King, in dem die Frauenwerkstätten der Fundacion Missio untergebracht waren. Als Materialien für die Wandbehänge wurde meistens der Stoff von gewaschenen Mehlsäcken als Unterlage verwendet. Für die Bilder ging man Stoffreste in Schneidereien oder in der Bekleidungsindustrie erbetteln. Manchmal wurden auch billige Restbestände gekauft. Gemeinsam wurden die verschiedenen Szenen geplant und nach Wunsch zur Ausführung an die einzelnen Frauen verteilt. Manches Bild wurde zu Hause mit Hilfe der ganzen Familie angefertigt, passte dann hinterher nicht in das Ganze ... Es wurde untereinander diskutiert und appliziert (aufgenäht) - nicht nach europäischer Logik. Oft sprachen die Frauen darüber, ob der Wandbehang wohl von den Freunden in Berlin verstanden würde, ob er ihnen gefalle. Auch die Frage, warum die Freunde in Deutschland gerade bei ihnen so einen Wandbehang bestellten, tauchte auf - nicht selten mit der Bemerkung, dass ihre Arbeit doch etwas wert ist, obwohl sie im eigenen Land kaum geschätzt wird, weil sie ja "von unten" sind. Zweifellos haben unsere Frauen sich ganz besonders in das Johannes-Evangelium vertieft, da ihre Arbeit ja für eine Johanneskirche war. So weit ich mich erinnere, haben die Frauen zweieinhalb Monate an dem Wandbehang gearbeitet. Am schwierigsten war für sie auszudrücken, was Jesu Leben für sie bedeutete: Frohe Botschaft für alle Menschen, der Stern - die Sonne.